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Bodenplatte: Alternativen zum Beton

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Auch wenn die eigentliche Arbeit der Zimmerleute erst „ab Bodenplatte“ beginnt, machen wir uns vom Büro Pohmann Gedanken darüber, wie das Fundament noch besser zu unserer ökologischen und energieeffizienten Holzbauweise passt. Denn auch beim Thema Gründung oder Sohlplatte ist die nachhaltige Entwicklung nicht stehengeblieben. Ins Auge springen vor allem zwei neue Ansätze, die sich in der Praxis bewährt haben.

 

Energiespar-Bodenplatte

Die Idee dieser Bodenplatte ist bestechend: Die Stahlbetonplatte ist nicht mehr ein isoliertes Bauteil, sondern wird in das energieschonende Bauen, wie es mit Holz möglich ist, eingebunden.

Darum ist die Energiespar-Bodenplatte sowohl von unten als auch von der Seite mit besonders effektiver Dämmung eingekleidet. Das Fundament ist sozusagen dicht, Wärme kann nicht entweichen, Kälte kann nicht aufsteigen. Dieser Schutz schafft die Möglichkeit, die Flächenheizung (Bodenheizung) direkt in der Bodenplatte zu verlegen. Der Beton bekommt somit eine zusätzliche Funktion und wird zum Wärmespeicher.

Die Oberfläche ist so gefertigt, dass der gewünschte Bodenbelag sofort verlegt werden kann. Es braucht keinen Estrich mehr - damit entfällt die sonst übliche, mehrere Wochen lange Trocknungspause. Das Pohmann-Haus kann nur wenige Tage nach Fertigstellung der Energiespar-Bodenplatte aufgestellt werden.

 

Die späteren Hausbewohner freuen sich über bis zu 50 Prozent geringere Heizkosten.

 

Fundament aus Holz

Eine noch wenig bekannte Alternative zur Bodenplatte aus Beton ist ein Fundament aus Holz. Dieser Weg denkt den ökologischen Gedanken des Holzbaus konsequent weiter. Im Prinzip wird dabei eine mehrschichtige Konstruktion aus Holz und Dämmmaterial gefertigt, die vor Ort auf Bodenanker gestellt wird. Dank der guten statischen Eigenschaften von Holz kann das gesamte Haus von dieser rund 30 Zentimeter dicken Platte getragen werden. Der gewünschte Bodenbelag inklusive Fußbodenheizung kann direkt montiert werden, denn ein Estrich wird wie bei der Energiespar-Bodenplatte nicht benötigt.

Die Holzplatte braucht mindestens 50 Zentimeter Abstand vom Boden, damit keine Feuchtigkeit an die Konstruktion kommt und der gesamte Bereich durchlüftet ist. Durch die Höhe bleibt der Boden unter dem Haus unversiegelt - ein weiterer Pluspunkt für die Umwelt. Dank der präzisen Fertigung und dem Abstand zum Boden ist eine Bodenplatte aus Holz genauso beständig wie die Betonvariante.

Noch sehr ungewöhnlich, aber mit der im Vergleich zum Beton leichten Bodenplatte aus Holz ist es durchaus möglich, das Haus zu transportieren und den Standort zu wechseln. Die Immobilie wird mobil.

 

Ben Stocksiefen, ein Partner des Büros Pohmann im Netzwerk der 81fünf gibt auf seinem YouTube Kanal eine gute Einführung in das Thema:

Holzhaus-Fundament: Was ist möglich?

 

 

Fotos: 81fünf

 

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