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Darf es ein bisschen Holz sein?

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Wir vom Büro Pohmann lieben unseren Baustoff. Er ist natürlich, hat sich über Jahrhunderte bewährt und wie beziehen ihn sogar aus der Region - ohne lange Wege. Holz ist unsere Leidenschaft und die teilen wir mit vielen Baufamilien. Sie berichten uns immer wieder, wie sie sich über den leichten Holzduft und die wohlige Atmosphäre in ihrem Pohmann-Haus freuen. 

 

Angesichts zunehmender Allergien und erhöhter Sensibilität verstehen wir, dass dieser Holzgeruch bei einige Menschen auch Fragen aufwirft. Sie sind verunsichert, wenn sie von Emissionen, Terpenen, Aldehyden, Carbonsäuren oder von NIK- und MAK-Werten hören. Wenn Markus Pohmann, der bei uns für den Neubau zuständig ist, auf den Holzgeruch angesprochen wird und die sachlichen Hintergründe erklärt, verliert das Thema Raumluft schnell seine Emotionalität. 

 

Tatsächlich klafft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den festgelegten Grenz- und Richtwerten für flüchtige organische Verbindungen, die sogenannten VOCs, eine Lücke. Während die Wissenschaft laufend mit neuen Studien nachweist, dass sich Holzgeruch nicht negativ auf die Gesundheit auswirkt, legen Richtwerte des Umweltbundesamtes den Eindruck nahe, Holz könnte dem Körper schon in geringen Mengen schaden. In der Praxis stellen wir immer wieder fest, dass Prüf- und Messverfahren häufig Schwierigkeiten haben, wenn es um natürliche Stoffe und Prozesse geht. Denn bei den Richtwerten wird nicht zwischen natürlichen VOCs und VOCs aus industriell gefertigten Produkten unterschieden. 

 

Ein Experiment an der TU Wien macht dieses Problem deutlich: Die Wissenschaftler haben gemessen, dass das Schälen einer Orange mehr VOC-Emissionen freisetzt als die OSB-Platten in einem 30 Quadratmeter großen Raum. Ist die mit Orangenduft durchzogene Raumluft eine Gefahr für einen gesunden Menschen? Das Gegenteil ist eher der Fall. Und das ist auch unsere Erfahrung mit Holz. Beispielsweise empfinden die meisten Menschen Kiefern- und Zirbelholz angenehm. Studien an der Uni Graz weisen sogar den positiven Einfluss von Holzgeruch auf den Blutdruck, die Konzentrationsfähigkeit und den Schlafrhythmus nach. Zedern-, Myrrhe- und Sandelholz werden bei Kuren und Therapien eingesetzt. Im Amerika und Japan haben Forscher schon vor Jahrzehnten herausgefunden, dass Waldgeruch das Immunsystem stärkt und den Körper bei der Abwehr von Krebszellen unterstützt. 

 

Für uns überwiegen die positiven Effekte von Holz. Dennoch haben wir auch im Blick, dass es Menschen gibt, die auf kleinste Mengen verschiedener Stoffe reagieren. Für ihre Gesundheit ist es wichtig, alle relevanten Quellen von Emissionen zu kennen und auszuwerten. Auch hier stehen wir mit unserem Knowhow zur Seite. 

 

Holz ist ökologisch, nachhaltig und umweltverträglich – ob als Baum, als Balken oder Brett. Wir fühlen uns in der Umgebung von Holz schnell wohl. Wenn Sie Fragen zum Baustoff Holz haben, sprechen Sie uns an. 

 

Eine gute Übersicht zu diesem Thema gibt eine kleine Broschüre vom Holzbau Deutschland Institut, die Sie hier herunterladen können. 

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